SPIRIT - das neue Album

Das 14. Studioalbum von Depeche Mode.

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Der Spotify-Effekt: Digitale Musikverkäufe erstmals rückläufig

    • HisSister schrieb:

      Ein Haus ohne Bücher hat keine Seele! Ich halte mich in Räumen, die keine Bücher beherbergen, äußerst ungern auf. In unserem Haus gibt es keinen (und damit meine ich wirklich keinen!) Raum, in dem kein Buch ist. Ich finde auch, dass es kaum ein persönlicheres Geschenk gibt, als eine Geschichte. Na gut, das könnten evtl andere anders sehn. Ich komme aus einer Schriftsteller-Familie, schreibe selber und war in meinem ersten Leben Buchhändlerin. Aber in der Reihenfolge. Ich bin Überzeugungstäterin!!!!
      Mein ältester Sohn (4) hat jedenfalls bereits heute mehr als 60 verschiedene Kinderbücher. Und er liebt es auch, darin zu blättern und sie vorgelesen zu bekommen. Jeden Abend darf er sich 3 bis 4 davon (je nach Inhalt) aussuchen und die werden dann vorgelesen. Ohne irgendwelche Fremdeinflüsse und Ablenkungen dabei. Nur er, ich, und diese Bücher. Manche von denen kann er sich bereits selber vorlesen. Nicht dass er lesen könnte, aber er kennt inzwischen die darin enthaltenen Geschichten auswendig.

      Als wir mal zusammen an einem Sonntag mit dem Zug nach Köln gefahren sind, standen wir im Hauptbahnhof und zeigten auf einen Laden, in dem es Gummibärchen etc. zu kaufen gab. Wir sagten ihm - Du darfst gleich in diesen Laden gehen und Dir was aussuchen. Mein Sohn rannte dann freudestrahlend in die Buchhandlung links daneben. Meine Frau und ich haben uns nur angesehen und gesagt ".... alles richtig gemacht". Er bekam dann auch ein neues Buch von der "Heule Eule". Inzwischen wurde publiziert, dass genau dieser Buchladen nun weichen muss, weil die Polizei diese Räumlichkeiten im Bahnhof für ihre Zwecke haben möchte. Das ist wirklich mehr als bedauerlich.
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      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
      es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
      Johann Wolfgang von Goethe - Faust 1

    • definitiv "alles richtig gemacht"!!!!! Unser Großer hat auch unsre Bücher von früher bekommen, also mit einem veritablen Grundstock begonnen. Macht aber auch Spaß, die Lindgrens und Preußlers dieser Welt mal wieder zu lesen. :D

      Wir haben hier heute eine - sehr gut sortierte! - mobile Buchhandlung aufgetan, sie sind im Sommer etwa 2 Monate hier oben, kommen aber aus NRW (nah bei Kamen). Überzeugungstäter, alle beide. Kennen "ihre" Bücher, die sie da verkaufen aus dem EffEff. Vor allem sie kennt ihre Kinderbücher .... Es gab auch gleich 2 neue Titel: Snöfried aus dem Wiesental und das Schabalu-Buch vom Scherz. Der hatte ja auch "Wir sind später wieder da ..." geschrieben, diesen wunderbaren Titel. In beiden sind wieder superschöne Zeichnungen drin! Ich fürchte, das werden beides Titel sein, die wir beide vorlesen wollen. Obwohl das bei uns eigtl auch ein Papa-Kind-Ding ist. Aber ich bin auch schon ganz scharf drauf :cool:

      Für uns gabs den 2. und 3. Band zum Pubertier, herrlich :lol:

      Au bagge, jetz jibbet wieder mega Mecker wg offtopic und so :eek:
      "Ich trag' Dich so weit, wie ich kann ..."
      Meret Josephine 14.08.07 - 16.10.07

      Ein Elefant für Dich https://www.youtube.com/watch?v=-uG0HypButc
    • Wir fühlen uns halt eher in sehr aufgeräumten, minimalistisch eingerichteten und hellen Räumen wohl. Wir haben sehr große Fenster einen offenen Grundriss und blicken auf alten Baumbestand, da passt das.
      Wir haben auch keinen Wohnzimmerschrank, keine Bilder an den Wänden und z.B. auch nur 12 Teller, 12 Gabeln etc... Mehr lenkt nur ab! ;)

      Meine Großer (11) ist eine riesige Leseratte, meine Frau eine seit Dekaden dauerlesende Germanistin... Kein Problem in einer Stadt mit sehr guten öffentlichen Bibs! Die Kunst eines Schriftstellers sind seine Worte, nicht das Medium,auf dem sie veröffentlicht werden.
      Das Artwork im Vinyl-Format ist schon ein Argument. Diese Kröte schlucke ich gerne, denn so oft habe ich auch nicht verzückt auf meine CD-Cover (ohnehin zu klein!) geschaut.
      Ich gehe auch ganz gerne in Museen, muss ich mir deshalb einen mittelprächtigen Druck in die Wohnung hängen? Nö!

      Nicht falsch verstehen, soll jeder machen wie er möchte. Haben wir alles früher auch so gehabt, so fühlt es sich für uns (!) halt besser an: Flexibler, cleaner, freier...
      Leben und leben lassen!
    • emvau schrieb:

      Wir fühlen uns halt eher in sehr aufgeräumten, minimalistisch eingerichteten und hellen Räumen wohl. Wir haben sehr große Fenster einen offenen Grundriss und blicken auf alten Baumbestand, da passt das.
      Wir haben auch keinen Wohnzimmerschrank, keine Bilder an den Wänden und z.B. auch nur 12 Teller, 12 Gabeln etc... Mehr lenkt nur ab! ;)

      Meine Großer (11) ist eine riesige Leseratte, meine Frau eine seit Dekaden dauerlesende Germanistin... Kein Problem in einer Stadt mit sehr guten öffentlichen Bibs! Die Kunst eines Schriftstellers sind seine Worte, nicht das Medium,auf dem sie veröffentlicht werden.
      Das Artwork im Vinyl-Format ist schon ein Argument. Diese Kröte schlucke ich gerne, denn so oft habe ich auch nicht verzückt auf meine CD-Cover (ohnehin zu klein!) geschaut.
      Ich gehe auch ganz gerne in Museen, muss ich mir deshalb einen mittelprächtigen Druck in die Wohnung hängen? Nö!

      Nicht falsch verstehen, soll jeder machen wie er möchte. Haben wir alles früher auch so gehabt, so fühlt es sich für uns (!) halt besser an: Flexibler, cleaner, freier...
      Kann doch jeder machen, wie er will. So ein "sammlungsfreies" Leben hat definitiv etwas, versuche so etwas in anderen Bereichen auch.

      Nur bei Musik und Büchern geht das gar nicht. Da, finde ich, kann man beides wunderbar kombinieren: mp3 und Streaming haben ihre Vorteile, wenn man mobil ist oder neue Musik entdecken will (dazu nutze ich Deezer hauptsächlich) und einen ebook-reader kann man ab und zu auch gut einsetzen, z.B. in lauen Sommernächten im Garten nur bei Lampionschein (muss gestehen, habe noch dazu auf meinem Kindle fast nur Gratisbücher drauf...)

      Aber all dies ab und zu. Auch für mich gibt es nichts Schöneres als eine CD in den Player einzulegen oder in einem Buch zu schmökern und die Lieblingsstellen nochmals nachzulesen (ist beim Kindle umständlich). Musik und Bücher, die mir etwas wert sind, muss ich einfach "in real" kaufen. Dann lieber ein paar Schuhe weniger.
      I tried so hard
      And got so far
      But in the end
      It doesn't even matter
      I had to fall
      And lose it all
      But in the end
      It doesn't even matter
    • Neu

      Damaged People schrieb:

      Sven (dm.de) schrieb:

      iTunes war eine Riesenblamage für die Musikindustrie, weil ein Computerkonzern ihnen vormachte, wie man Musik verkauft. Und dann auch noch die Preise diktierte. Für die Konsumenten bedeutete iTunes (auch) die Befreiung der Songs aus dem Album-Korsett.
      Und solange es noch möglich ist eine CD als Datenträger zu kaufen, werde ich es machen und sollte nach dem Single CD Tod auch der CD Tod kommen, werde ich eine Menge Geld sparen, weil ich dann nur noch 0% an Musik kaufen werde. Ich habe nichts gegen Downloads. Ich habe auch nichts gegen Streaming aber wenn es, wie es ja bei der aktuellen NICHT SINGLE von DM der Fall ist, nur einen Download gibt, werde ich ihn mir nicht kaufen. Ich mag in der Hinsicht altmodisch sein aber das bin ich dann auch sehr gerne. Entweder als Tonträger oder der Song, das Album geht mir - pardon - am Arsch vorbei. Es muss, so meine Meinung beide Wege geben. Den Download / Streaming und den Datenträger.
      So geht es mir auch. Für MP3 geb ich kein Geld aus, sowas läd man kostenfrei aus dem Netz. Nen physischer Datenträger als CD oder von mir aus auch Vinyl oder es bleibt. Streamingdienste wie Spotify brauch ich persönlich nicht, ab und an vielelicht mal LastFM, aber das wird halt doch schnell langweilig. Es gibt ausreichend Internetradios die genau die Musik spielen die ich gern höre und ne moderierte Sendung mal zwischendurch, wo vielleicht noch bisl was zu den Songs erklärt wird ist mir da wesentlich lieber und ansprechender.

    • Neu

      DM-E* schrieb:

      So geht es mir auch. Für MP3 geb ich kein Geld aus, sowas läd man kostenfrei aus dem Netz.
      Wenn das jeder macht, kommt irgendwann keine neue Musik mehr nach die Du herunterladen könntest. Denn offen gestanden ist Musik nicht die CD oder die Vinyl. Das ist nur der Träger den Du anfassen kannst. Es sind die Worte, die den spannenden Roman formen, nicht das Papier. Und genau dieses geistig kreative Schaffen kann nicht kostenfrei geschaffen werden solange wir kein bedingungsloses Grundeinkommen haben und die Kohle der Kunstschaffenden (und das sind viel mehr als diejenigen, die heute wegen ehemaliger Arbeiten reich und berühmt sind) die muss irgendwoher kommen.

      Soll keine Belehrung werden, aber ich sehe das schon so, dass geistiges Eigentum einen Wert hat. Auch dann, wenn es ausschließlich in elektronischer Form vorliegt.
      Spoiler anzeigen

      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
      es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
      Johann Wolfgang von Goethe - Faust 1

    • Neu

      Die Tatsache, dass Geistiges Eigentum (in Form von Musik- und Filmwerken) gering geschätzt wird, hat den Niedergang der klassischen Ton- und Bildträger rasant beschleunigt.

      Wer jetzt also quasi aus Protest über den nicht vorhandenen Tonträger, den illegalen, kostenfreien Download betreibt, stellt sich auf die Seite der Totengräber jener Produkte, denen er nachtrauert.

      Bedenken.

      Der einzige ehrliche und wirksame Widerstand gegen die verhasste Entwicklung, ist der radikale Boykott von Musik und Filmen, die nicht auf physischen Produkten veröffentlicht werden.

      Ergo: Grundsätzlich nichts downloaden, weder kostenpflichtig, noch kostenlos.
      Bemerken.

      Erfolg ist nur Zufall; das kann jeder Versager bestätigen.
    • Neu

      Violated Jesus schrieb:

      DM-E* schrieb:

      So geht es mir auch. Für MP3 geb ich kein Geld aus, sowas läd man kostenfrei aus dem Netz.
      Wenn das jeder macht, kommt irgendwann keine neue Musik mehr nach die Du herunterladen könntest. Denn offen gestanden ist Musik nicht die CD oder die Vinyl. Das ist nur der Träger den Du anfassen kannst. Es sind die Worte, die den spannenden Roman formen, nicht das Papier. Und genau dieses geistig kreative Schaffen kann nicht kostenfrei geschaffen werden solange wir kein bedingungsloses Grundeinkommen haben und die Kohle der Kunstschaffenden (und das sind viel mehr als diejenigen, die heute wegen ehemaliger Arbeiten reich und berühmt sind) die muss irgendwoher kommen.
      Soll keine Belehrung werden, aber ich sehe das schon so, dass geistiges Eigentum einen Wert hat. Auch dann, wenn es ausschließlich in elektronischer Form vorliegt.
      Da kann man ruhig Belehren.
      Ehrlich gesagt ist so eine Ansicht erschreckend.
      Wer mit einer derartigen Einstellung an die Sache ran geht, braucht sich nicht zu wundern, dass es bald so gut wie gar nichts mehr gibt, weil sich die Plattenfirmen und die Bands Produktionen bald nicht mehr leisten können.
    • Neu

      Beep schrieb:

      Ergo: Grundsätzlich nichts downloaden, weder kostenpflichtig, noch kostenlos.
      Und wie siehst du streaming?

      Ich persönlich möchte wie viele keine physischen Tonträger mehr. Das fühlt sich für mich (!) gestrig wie ein Diesel-Motor an. Ich denke der Zeitgeist ist eindeutig.
      Es ist zudem Sache der Künstler, Deals auszuhandeln, die ihrem Schaffen gerecht werden. Face it!

      Dieses Gesuder über goldene Zeiten geht mir auf den Sack! Opa erzählt vom Krieg, oder was?

      Ich habe nichts gegen Vinyl-Nostalgie, denke sogar das hat Style, aber Spotify und Apple sind nicht die Feinde der Kunst, sondern zeigen einfach neue Wege auf, während alte Quellen langsam versiegen.

      Als Konsument bestehe ich darauf, künftig in erster Linie Streaming-Dienste nutzen zu können, ohne die Kunst an sich gering zu schätzen. Das ist Verhandlungssache der Künstler!
      Leben und leben lassen!
    • Neu

      emvau schrieb:

      Als Konsument bestehe ich darauf, künftig in erster Linie Streaming-Dienste nutzen zu können, ohne die Kunst an sich gering zu schätzen. Das ist Verhandlungssache der Künstler!
      Ich denke ja, streaming Dienste sind vor allem toll für junge Menschen oder solche, die Musik mögen aber keine Gelegenheit (oder Bock) haben eine eigene Sammlung (download, Vinyl, CD ...) aufzubauen. Für jemanden wie mich, der einen riesigen Fundus an Originaltonträgern und offiziellen downloads hat (Musikarchiv auf dem Rechner), ist es attraktiver, die wenigen Dinge die mich aktuell im Musikkosmos interessieren, einfach zu kaufen und in dieses Archiv einzureihen anstatt alles wegzuwerfen (gelbe Säcke, Löschfunktion) und mich bei einem streaming Dienst einzukaufen der mir genau diese Sammlung erneut anbietet.

      Anfang der 00er Jahre gab es in meinem Freundeskreis gradezu eine Sammelwut. Jeder wollte das größte und bestsortierte Musikarchiv sein eigen nennen (vor allem auch mp3s). Da gab es nicht wenige, die unendlich Zeug gesammelt haben, dass sie nie hören würden. Einfach nur um es "zu haben". Genauso kommt mir streaming vor. Man bietet mir das was mich interessiert (und zu 98 bis 99% bei mir zu Hause steht / liegt) an - zusammen mit ohne Ende Zeug, dass mich vermutlich nie interessieren wird. Daher halte ich Kurs auf dem bisher eingeschlagenen Weg. Ohne streaming und monatliche Gebühr.
      Spoiler anzeigen

      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
      es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
      Johann Wolfgang von Goethe - Faust 1

    • Neu

      Ich habe bei Spotify eine Playlist-Ordnung, die sich am Ende nicht von einem Regal voller Alben unterscheidet!.

      Wahrscheinlich bin ich untypisch: Ich bin old school (Alben-Hörer), aber eben auch sehr aufgeschlossen gegenüber dem neuen Medium.

      Meine Chuzpe als Konsument besteht darin, dass ich Künstler, die auf Spotify verzichten (können), schlicht und einfach nicht mehr höre.

      Edit: Meine Spotify-Ordnung ist nicht umfangreich, sondern ausgesucht.
      Leben und leben lassen!
    • Neu

      Violated Jesus schrieb:

      emvau schrieb:

      Als Konsument bestehe ich darauf, künftig in erster Linie Streaming-Dienste nutzen zu können, ohne die Kunst an sich gering zu schätzen. Das ist Verhandlungssache der Künstler!
      Ich denke ja, streaming Dienste sind vor allem toll für junge Menschen oder solche, die Musik mögen aber keine Gelegenheit (oder Bock) haben eine eigene Sammlung (download, Vinyl, CD ...) aufzubauen. Für jemanden wie mich, der einen riesigen Fundus an Originaltonträgern und offiziellen downloads hat (Musikarchiv auf dem Rechner), ist es attraktiver, die wenigen Dinge die mich aktuell im Musikkosmos interessieren, einfach zu kaufen und in dieses Archiv einzureihen anstatt alles wegzuwerfen (gelbe Säcke, Löschfunktion) und mich bei einem streaming Dienst einzukaufen der mir genau diese Sammlung erneut anbietet.
      Anfang der 00er Jahre gab es in meinem Freundeskreis gradezu eine Sammelwut. Jeder wollte das größte und bestsortierte Musikarchiv sein eigen nennen (vor allem auch mp3s). Da gab es nicht wenige, die unendlich Zeug gesammelt haben, dass sie nie hören würden. Einfach nur um es "zu haben". Genauso kommt mir streaming vor. Man bietet mir das was mich interessiert (und zu 98 bis 99% bei mir zu Hause steht / liegt) an - zusammen mit ohne Ende Zeug, dass mich vermutlich nie interessieren wird. Daher halte ich Kurs auf dem bisher eingeschlagenen Weg. Ohne streaming und monatliche Gebühr.
      Lustig, das mit den "Hauptsache haben"-Sammlungen kenne ich auch noch.
      Deine Haltung zum Streaming kann ich sehr gut nachvollziehen - trotzdem möchte ich noch was hinzufügen, weil ich selbst auch Nutzerin eines großen Streamingdienstes bin, aber gleichzeitig auch liebend gerne Tonträger sammle. Es hat für mich einfach den riesigen Vorteil, dass es für unterwegs unglaublich flexibel und praktisch ist und dazu noch deutlich angenehmer in der Handhabung, als meine (digitalisierte) Plattensammlung. Ich kann, sofern ich spontan irgendwas hören möchte, sofort in einer guten Qualität darauf zugreifen und es kommt trotzdem was (zugegeben, mal mehr, mal weniger) beim Künstler an. Gleichzeitig habe ich aber auch große Teile meiner Plattensammlung damit abgedeckt und ich vernünftiger Form dabei. Es ist für mich eine gute Zwischeninstanz zwischen gekauften Tonträgern und illegalen Downloads.
      Trotzdem sehe ich auch das Problem, dass durch das Streaming die Wegwerfgesellschaft in Bezug auf die Musik noch vergrößert wird - hin zu "warum sollte ich etwas kaufen, dass ich für einen festen Betrag eh immer hören kann". Und wenn es nur noch Streaming und überhaupt keine physischen Tonträger mehr gibt, glaube ich nicht, dass diese Branche so lange überlebensfähig ist. Zumindest müsste sich dafür noch einiges ändern.
      Und letztlich hoffe ich, dass das nie passieren wird. :confused:
    • Neu

      emvau schrieb:

      Beep schrieb:

      Ergo: Grundsätzlich nichts downloaden, weder kostenpflichtig, noch kostenlos.
      Und wie siehst du streaming?
      Ich persönlich möchte wie viele keine physischen Tonträger mehr. Das fühlt sich für mich (!) gestrig wie ein Diesel-Motor an. Ich denke der Zeitgeist ist eindeutig.
      Es ist zudem Sache der Künstler, Deals auszuhandeln, die ihrem Schaffen gerecht werden. Face it!

      Dieses Gesuder über goldene Zeiten geht mir auf den Sack! Opa erzählt vom Krieg, oder was?

      Ich habe nichts gegen Vinyl-Nostalgie, denke sogar das hat Style, aber Spotify und Apple sind nicht die Feinde der Kunst, sondern zeigen einfach neue Wege auf, während alte Quellen langsam versiegen.

      Als Konsument bestehe ich darauf, künftig in erster Linie Streaming-Dienste nutzen zu können, ohne die Kunst an sich gering zu schätzen. Das ist Verhandlungssache der Künstler!


      Habe ich ja Verständnis für... aber:

      Leider ist der Mehrheit der Konsumenten, durch virtuelle Verfügbarkeit von Film- und Musikwerken, die Wertschätzung von geistigem Eigentum abhanden gekommen. Faktisch ist der Tonträgermarkt nahezu tot, zumindest wenn er noch nennenswert kostendeckend funktionieren soll.

      Dass Musik in der Breite nur noch als Liveaufführung finanziell lukrativ ist, kann doch nicht die Zukunft des Musikbusiness sein.

      Das Ende ist ganz nah, es sind zahlreiche noch bestehende Label drauf und dran, sich komplett vom physischen Markt zurückzuziehen. Es ist 1 Minute vor 12.

      Verhandlungssache der Künstler... was sollen die denn wie verhandeln bitte? So einfach ist es nicht, dem Bestohlenen vorzuwerfen, er sei schuld daran, dass Diebesbanden ums Haus herumlungern und Passanten plündern, wenn Diebesgut erst offen herumliegt, weil die Tür halt schon aufgebrochen ist.
      Bemerken.

      Erfolg ist nur Zufall; das kann jeder Versager bestätigen.
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      So wie ich das verstanden habe, ist ein Problem bei Streaming-Diensten, dass die mit den meisten Klicks das meiste Geld bekommen. Berichtigt mich, falls ich falsch liege? Das heißt dann konkret, dass mein Monatsbeitrag in erster Linie an Leute fließt, dessen Musik ich nicht mag umd diejenigen, die ich höre, kaum was bekommen. Eine sinnvolle und technisch machbare Lösung wäre, meinen Beitrag nur an die Künstler zu verteilen, die ich höre.

      Letztendlich würde dann zwar immer noch die Masse an von mir nicht gemochte Musik fließen, aber wenigstens nicht mein Beitrag.

      Wenn ich konsequenter wäre, müsste ich Streaming-Dienste deshalb boykottieren - bin ich aber leider nicht.
    • Neu

      Beep schrieb:

      Verhandlungssache der Künstler... was sollen die denn wie verhandeln bitte? So einfach ist es nicht, dem Bestohlenen vorzuwerfen, er sei schuld daran, dass Diebesbanden ums Haus herumlungern und Passanten plündern, wenn Diebesgut erst offen herumliegt, weil die Tür halt schon aufgebrochen ist.
      Ein passender Song dazu ... :)

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      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
      es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
      Johann Wolfgang von Goethe - Faust 1

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      Beep schrieb:

      Leider ist der Mehrheit der Konsumenten, durch virtuelle Verfügbarkeit von Film- und Musikwerken, die Wertschätzung von geistigem Eigentum abhanden gekommen. F
      Das stimmt nur Teilweise. Ich glaube nicht das die Wertschätzung geistigen Eigentum abhanden gekommen ist weil es eine so hohe Verfügbarkeit gibt grad durch illegale Downloads etc.

      Denn dieser Werteverfall bezüglich der Wertschätzung von Eigentum (allgemein nicht nur auf geistig reduziert) stieg in den letzten Jahre erheblich an. Das ist ein größeres gesellschaftliches Problem.

      Ich muss zwar auch sagen das ich aufgrund der Verfügbarkeit heute mir bis dato noch unbekannte Lieder nicht mehr so intensiv geniese wie ich dies noch in meiner Jugend getan hatte. Denn es sind eben nicht mehr nur die 1-2 neuen Alben die ich mir erspart und gekauft und dann taglang durchgehört habe sondern es kommt in größerer Masse bzw in kleineren Abständen immer was neues hinzu.

      Als gegenbeispiel zu obiger These bezieh ich die Aussage mal auf die Fernsehbranche. Trotz duzender Sender und damit verbundener Verfügbarkeit muss ich z.B. sagen das ich heutzutage sogut wie gar kein Fernseh mehr schau.

      Andererseits muss ich jedoch auch sagen das ich heutzutage mehr gute Serien und gute Filme intensiver schaue als ich das zu meiner Fernsehzeit gemacht hatte. Eben weil ich durch Streamingangebote besser selektieren kann und das ganze billiger ist als mir immer die DVD zu kaufen die ich nur 1-2 mal anschau oder in die Videotheke zugehen. (Gibts eigentlich noch Videotheken?)
      Und dadurch komme ich zum Teil sogar auf Serien/Filme auf die ich sonste alleine wohl nie aufmerksam geworden wäre. Was bei der Musik recht ähnlich ist.

      Ich weiß auch die Filmbranche jammert rum, aber es werden immer noch viele Filme produziert die immense Summen in der Produktion schlucken und sich immer noch rechnen. Es werden heutzutage soviele Serien wie noch nie produziert und darunter auch sehr viel hochwertige Unterhaltung die sich auch finanziell rechnet.

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      Violated Jesus schrieb:

      Beep schrieb:

      Verhandlungssache der Künstler... was sollen die denn wie verhandeln bitte? So einfach ist es nicht, dem Bestohlenen vorzuwerfen, er sei schuld daran, dass Diebesbanden ums Haus herumlungern und Passanten plündern, wenn Diebesgut erst offen herumliegt, weil die Tür halt schon aufgebrochen ist.
      Ein passender Song dazu ... :)

      Sehe ich komplett anders. Der Song passt überhaupt nicht weil es auch schon immer Gruppen, bzw Künstler ansich gab die mit ihrer Kunst kaum überleben konnten. Und da gabs noch keine illegalen Downloads und die mussten dadurch auch normal abeiten gehen um weiter Einnahmen zu haben. Es gibt wenige Auserwählte die durch einen Hit, durch Glück, durch Zusammenarbeit mit den richtigen Leuten den Durchbruch schaffen und viele, viele die auf der Strecke bleiben. Das ist schon immer so gewesen. Aufgrund von Konkurrenz und Überangebot ist die Musikbranche jedoch schwerer geworden als je zuvor nur weil durch die Plattform Internet heutzutage die Chance besteht schneller erfolgreich, bekannt und berühmt zuwerden ist das keine Garantie dafür das auch zu schaffen. Selbst Künstler die mal einen Hit, einen erfolgreichen Film, Buch oder ähnliches hatten, erlangten dadurch nicht den Status und dauerhaften Einnahmen durch ihre weitere Kunst ihren zukünftigen Lebensunterhalt bezahlen zu können.

      Nichts gegen "das Niveau", die beiden machen lustige Lieder aber über den Status einer Spaßkapelle für eine Hochzeit, Geburtstagfeier oder Party ansich gehen die beiden bei mir nicht hinaus und ich bezweifele das die beiden es vor 30 Jahren zum großen Durchbruch geschafft hätten als es das böse Internet mit allen seinen negativen Seiten noch nicht in der heutigen Form gab. Ich hätten wie vermutlich viele andere von den beiden nie etwas mitbekommen wenns nicht das Internet gäbe. Etwas worüber sich die beiden ja auch im Song überspitzt beziehen.

      Ich denke ein großes Problem steckt hier eher in der Branche ansich, die sich neuen Vermarktungsmöglichkeiten lange Zeit verschlossen hatten anstatt diese sinnvoll und effektiv zu nutzen wird Geld investiert um Schutzmaßnahmen zu erschaffen die keinen Sinn haben.
      Ich hab glaub z.B. von DM die "Pain that im used to" Maxis und kann die nicht mehr auf dem Rechner anhören kann weil dort Kopierschutz drauf ist der bezogen auf die neuen Systeme nicht mehr sinnvoll funktioniert.
      Und auch ansonsten hört man eher davon das die Konzerne die großen Deals an Land ziehen aber der Künstler ansich auf der Stecke bleibt. Die Branche muss sich selber überarbeiten hat das aber lange Zeit verschlafen und jetzt teilweise den Anschluss verpasst. ansich denke ich das es den Konzernen noch recht gut geht und deren Einnahmen noch gut passen, aber die Verteilung auf die Künstler passt schon lange nicht mehr.

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      knutistgut schrieb:

      Sehe ich komplett anders. Der Song passt überhaupt nicht weil es auch schon immer Gruppen, bzw Künstler ansich gab die mit ihrer Kunst kaum überleben konnten. Und da gabs noch keine illegalen Downloads und die mussten dadurch auch normal abeiten gehen um weiter Einnahmen zu haben. Es gibt wenige Auserwählte die durch einen Hit, durch Glück, durch Zusammenarbeit mit den richtigen Leuten den Durchbruch schaffen und viele, viele die auf der Strecke bleiben. Das ist schon immer so gewesen. Aufgrund von Konkurrenz und Überangebot ist die Musikbranche jedoch schwerer geworden als je zuvor nur weil durch die Plattform Internet heutzutage die Chance besteht schneller erfolgreich, bekannt und berühmt zuwerden ist das keine Garantie dafür das auch zu schaffen. Selbst Künstler die mal einen Hit, einen erfolgreichen Film, Buch oder ähnliches hatten, erlangten dadurch nicht den Status und dauerhaften Einnahmen durch ihre weitere Kunst ihren zukünftigen Lebensunterhalt bezahlen zu können.
      Der Song ist autobiografisch. Das was da gesungen wurde, ist tatsächlich genau so passiert. Eines der Niveau Alben wurde vor ein paar Jahren illegal zum download angeboten und auch "geht arbeiten, wenn ihr Kohle machen wollt" ist eines von mehreren Zitaten welche die beiden Jungs sich anhören durften, als sie sich dazu öffentlich geäußert haben. Daraus entstand dann die Idee. Ergo hat "Schluss" einen sehr aktuellen und persönlichen Bezug zum Thema "illegale downloads".

      "Das Niveau" waren vor allem eine Liveband. Die haben Woche für Woche gespielt und waren zuletzt auch immerhin so groß, dass sie für ihr letztes Album ein Crowdfounding machen konnten, welches ca. 30.000 EUR für eine Albumproduktion abgeworfen hat. Die Qualität der Auftritte hat also gestimmt und auch die Zahl der Fans und Interessierten wuchs bis zuletzt. Auch, weil sie keine reine Klamauk,- oder Spaßkapelle für Hochzeiten waren. Allerdings haben zuletzt künstlerische Differenzen über die Ausrichtung der Band, das Projekt zum erliegen gebracht.

      Davon ab, ist es vollkommen richtig, dass nicht alle Künstler berühmt und reich wurden. Damals wie heute. Relativ neu ist aber die Möglichkeit, der 100% verlustfreien digitalen Kopie und deren leichte Zugänglichkeit. Verbunden mit einem massiven Wertverlust von Kunstprodukten in der Gesellschaft. Deren Auswirkungen sind derzeit überall zu beobachten und auch ein Ende ist nicht in Sicht.
      Spoiler anzeigen

      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
      es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
      Johann Wolfgang von Goethe - Faust 1