SPIRIT - das neue Album

Das 14. Studioalbum von Depeche Mode.

Amazon Mediamarkt (+ Pin)

Verschärfte Sicherheitskontrollen zu den Deutschlandkonzerten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • das stimmt leider! Aber niemand von uns hat Lust, sich deswegen einzuigeln oder im Bunker zu warten, bis es (was eigentlich???) vorbei ist! Dennoch gehn wir hier alle ja einigermaßen wach durchs Leben. Und das ist auch gut so, meiner Meinung nach! :nlmda:
      Man kann im Leben auf vieles verzichten.
      Aber nicht auf Katzen und Literatur.


      sieh mal an: krtextinform.de :wave:
    • christiane schrieb:

      also ich bin bei allen drei Konzerten (H; H; B) gleich behandelt worden am Eingang.
      Blick in die Gürteltasche, auch Anfassen der Gürteltasche, und dann Body Check Abtasten von oben bis unten.
      lief identisch ab.

      Einzig in Berlin ist mir aufgefallen, dass NULL Polizei vor / im / am Stadion war.
      Da war in Hannover aber deutlich Polizeipräsenz zu sehen.
      Ich habe einige Polizisten gesehen, im Rundgang außerhalb des Stadions sogar schwer bewaffnet.
      finally I 've found that I belong here
    • HisSister schrieb:

      das stimmt leider! Aber niemand von uns hat Lust, sich deswegen einzuigeln oder im Bunker zu warten, bis es (was eigentlich???) vorbei ist!
      Idioten und Arschlöcher wird es immer geben. Ergo werden Menschen andere Menschen umbringen. Solange, bis irgendwas dem ein Ende setzt. Und nein, auf so etwas werde ich ganz bewußt nicht warten.

      HisSister schrieb:

      Dennoch gehn wir hier alle ja einigermaßen wach durchs Leben. Und das ist auch gut so, meiner Meinung nach!
      Völlig richtig.
      Spoiler anzeigen

      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
      es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
      Johann Wolfgang von Goethe - Faust 1

    • Blackfield schrieb:

      HisSister schrieb:

      das stimmt leider! Aber niemand von uns hat Lust, sich deswegen einzuigeln oder im Bunker zu warten, bis es (was eigentlich???) vorbei ist!
      Es ist wohl niemals vorbei.... :|
      Diese aktuelle Bedrohung zeigt eigentlich nur auf, in welch sicheren Verhältnissen wir leben. Das durfte so gut wie keine Generation vor uns erleben. Daher wird auch eine geringe Bedrohung glaub ich als schlimm von manchen empfunden.

      Nach den Anschlägen von NY, London und Madrid hatte ich auch noch große Angst. Bei Paris, Nizza, Manchester und anderen Städten war ich nur noch wütend. Ich lebe nun mal in einer großen Stadt mit vielen Menschen, von denen etliche dunkle Haare und vielleicht auch noch einen Bart haben. Dennoch weigere ich mich mittlerweile, vor Allem und Jedem Angst zu haben oder Mißtrauen zu zeigen, das erschwert das Miteinander nur noch mehr. Ich hätte auch schwerlich Lust dazu, aufgrund meines Aussehens immer unter Generalverdacht zu stehen.

      Dennoch würde ich mir wünschen, dass auch Muslime mal ihren Arsch hochbekommen und Flagge gegen Terrorismus und Extremismus zeigen. So wie die Situation sich derzeit gestaltet, entfremden wir uns so nur noch mehr. Und mir tut es weh zu sehen, dass auch nach über 40 Jahren von beiden Seiten noch keine wirkliche Integration stattgefunden hat. Dass z.B. türkischstämmige Freunde, die mustergültig integriert sind, noch immer sagen, sie fühlen sich wie eine Birne an einem Apfelbaum, weil von beiden Seiten gleichermaßen Druck auf sie ausgeübt und an ihnen gezerrt wird. Dass deren Kinder oft noch auf die gleichen Hürden wie ihre Großeltern stoßen müssen. Und dass selbst die türkischstämmige Gemeinde politisch mittlerweile so zerrissen ist, dass einem dabei Angst und Bange werden kann.

      Aber um noch mal auf das Thema zurückzukommen. Ich hatte auch den Eindruck, dass in Berlin viele Mitarbeiter der Sicherheit nur ausgeliehen waren. Viele hatten kaum Kenntnisse des Objektes und auch am Einlass wurde manchen Kräften noch um 19:00 Uhr von ihren Kollegen erklärt, wie sie was zu handhaben hätten.

      Dafür dass Lieberberg sich bei Rock am Ring noch so echauffiert hat (und das auch nicht eben unberechtigt), war das hier zum Teil echt eine schwache Vorstellung.
    • Damaged People schrieb:

      Die Tonwahl ist meiner Ansicht nach völlig daneben von der Security. Allerdings haben die Ihre Anweisungen und es darf nun einmal keiner, der das Gelände verlassen hat, wieder rauf. Da muss man die MitarbeiterInnen auch verstehen gleichwohl der Ton nicht hätte sein müssen. Ohne es entschuldigen zu wollen, weiß man aber auch nicht, wie oft die Person an dem Tag schon Stress mit Konzertgängern hatte. Auch eine schlechte Entlohnung soll und darf keine Entschuldigung sein aber es ist zumindestens nachvollziehbar, wenn es natürlich auch nicht richtig ist, dass solche Leute eventuell eher sich im Ton vergreifen.

      Das es auch ganz anders geht habe ich bei einem Roger Cicero Konzert erlebt. Ich war schon draussen, wollte noch mal rein, um mir etwas vom Merchandising zu kaufen und wurde freundlich zurechtgewiesen, dass es nicht geht. Nach einem kurzen freundlichen Gespräch durfte ich dann doch wieder in die Halle.

      Allerdings sind wir momentan in einer Phase, wo der Terrorgedanke ganz gross gelebt wird. Auch das soll keine Entschuldigung sein aber auch da reagieren die MitarbeiterInnen sensibler. Und wieso sollte sich zwangsweise einer vor dem Gelände in die Luft sprengen? Theoretisch wäre es sogar möglich, dass jemand wieder zurückgeht und sich in die Luft jagen möchte.
      Absolut. Ich habe auch volles Verständnis für Menschen die ihre Arbeit machen. Aber der Punkt war ja, dass ich erst gar nicht aufgeklärt wurde und von der zweiten Person zwar kurz informiert, aber dann jedoch quasi verhöhnt wurde. Wie gesagt, ich bestreite hier nicht die (mir bis dahin nicht bekannten) Anordnungen, sondern die Art der erfolgten Kommunikation und der fehlenden Information. Ich glaube grundsätzlich sehen wir das alle hier schon recht ähnlich. Auch wenn jemand es anders sieht, akzeptiere ich das gerne. Jeder hat eben andere Befindlichkeiten. Ich denke das Thema kann dann auch langsam ad acta, so viel Aufregung ist es dann doch nicht wert. ;)
    • Spooky schrieb:

      Dennoch würde ich mir wünschen, dass auch Muslime mal ihren Arsch hochbekommen und Flagge gegen Terrorismus und Extremismus zeigen.
      Tun sie ja. Und auch reichlich. Auch wenn selbst ein Herr Lieberberg das scheinbar entweder nicht mitbekommt oder schlicht nicht zur Kenntnis nimmt. Und auf der anderen Seite muss man auch immer sehen, dass es einfach ist zu fordern "andere mögen den Arsch hochbekommen", während man selber dann im trockenen sitzt und nicht gegen das Unrecht, den Terror, NSU, whatever auf die Straße geht.
      Spoiler anzeigen

      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
      es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
      Johann Wolfgang von Goethe - Faust 1

    • Nun, reichlich definiere ich für meinen persönlichen Teil anders. Was schlichtweg aber auch daran liegt, dass die Zahl der tatsächlich liberalen Muslime grundsätzlich überschätzt wird. Ich habe einige Freunde aus diesem Kulturkreis, die das selbst kritisieren. Vor allem, dass immer mehr Menschen die Politisierung und Instrumentalisierung der Religion (wieder) dulden.

      Und bitte hier nicht immer gleich persönlich werden urteilen. Ich bin kein Freund solcher Unterhaltungen. Ich hab mich jahrelang auch aktiv gegen rechte Gewalt engagiert. Heutzutage schaffe ich es aus gesundheitlichen Gründen aber das Meiste nicht mehr wie ich es gern hätte. Wobei ich es persönlich eher wichtig finde, mit den Menschen in den Dialog zu treten und zu gucken, warum hier eine Radikalisierung stattfand. Egal welcher Art. Einfache Ausgrenzung bringt nichts, außer dass man Menschen mit extremistischen Neigungen eher noch in ihrer Haltung bestätigt.

      Ich kann auch nachvollziehen was Du meinst, denn Du hast absolut Recht, dass sich auch viel zu wenige Deutsche engagieren. Wobei ich finde, dass man nicht nur aktives Demonstrieren bewerten sollte, sondern zum Beispiel auch Dinge wie Unterstützung und aktive Mithilfe bei der anhaltenden Flüchtlingslage. Denn sich FÜR etwas zu engagieren zeugt für mein persönliches Empfinden sogar noch mehr davon, dass man GEGEN etwas anderes ist.

      Aber vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohungslage und der dadurch folgenden Stigmatisierung einer ganzen Religionsgemeinschaft finde ich es dennoch erschreckend, wie wenige Menschen im Verhältnis den Mund aufmachen. Ich akzeptiere gern, wenn Dir das ausreichend erscheint, nach meinem eigenen Empfinden sind wir weit von genug entfernt.